BlutzuckerWissen

Was Sie über Blutzucker wissen sollten

Unter Blutzucker versteht man im Allgemeinen die Höhe des Glucoseanteils (Glucosespiegel) im Blut. Glucose ist ein wichtiger Energielieferant des Körpers. Die roten Blutkörperchen und das Nierenmark sind zur Energiegewinnung auf Glucose angewiesen. Glucose ist in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und versorgt so das Gehirn.

In der Medizin ist der Blutzuckerwert ein wichtiger Messwert. Ist er dauerhaft erhöht, liegt in der Regel Diabetes vor. Mögliche Symptome sind ständiges Durstgefühl, häufiges Wasserlassen, Erbrechen, gelegentlich auch Wadenkrämpfe und Bauchschmerzen. Allgemeine Symptome wie Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen können hinzu kommen. Unterzuckerung kann die Hirnleistung vermindern, Krampfanfälle, eine vermehrte Adrenalinausschüttung und zittrige Hände sowie Schweißausbrüche verursachen.


Beim Menschen betragen die Normalwerte:

  • nüchtern: 3,9–5,5 mmol/l, entsprechend 70–99 mg/dl
  • nach dem Frühstück: bis maximal 8,9 mmol/l, entsprechend 160 mg/dl

Nüchternwerte > 5,5 mmol/l bzw. > 99 mg/dl lassen auf eine gestörte Glucosetoleranz oder gar auf Diabetes schließen. Im Rahmen einer Wundbehandlung führen solche Werte zu einer deutlich verlängerten / gestörten Wundheilung und werden gegebenenfalls zur Unterstützung der Heilung mit Insulin behandelt. Typische Normalwerte für verschiedene Altersstufen:

 
  Blutzucker (BZ) mg/dl Blutzucker in mmol/l
Erwachsene
90–110
5,0–6,1
Jugendliche
90–110
5,0–6,1
Schulkind
80–110
4,4–6,1
Kleinkind
80–110
4,4–6,1
Säugling
60–90
3,3–5,0
Neugeborene
60–90
3,3–5,0

 

   

 

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